Viele eigenwillige Kuren setzen oftmals im Gesicht an. Das Einschmieren mit heiligem Ton aus dem Schrein des Baba Chamliyal an der Grenze zu Pakistan wäre auch hierzuland vorstellbar.
Viele eigenwillige Kuren setzen oftmals im Gesicht an. Das Einschmieren mit heiligem Ton aus dem Schrein des Baba Chamliyal an der Grenze zu Pakistan wäre auch hierzuland vorstellbar.
Relativ harmlos ist auch die Therapie, bei der Schnecken über das Gesicht laufen. Japanerinnen schwören darauf.
Der Schneckenschleim soll nicht nur gegen trockene und schuppige Haut helfen, sondern diese auch noch besonders geschmeidig machen. Es gibt sogar schon Kosmetikprodukte mit Schneckenschleim.
Doch nicht nur Schneckenschleim soll bei Hautproblemen helfen. In Kambodscha sollen Sumpfschildkröten außerdem Rheuma heilen können. Zu den Tieren mit übernatürlicher Heilkraft werden auch Schlangen und Kühe gezählt.
Aus diesem Grund wird auch der Urin dieser Kuh aufgefangen. Er gilt als goldenes Wunderheilmittel gegen allerlei Beschwerden und wird nicht nur äußerlich angewandt.
Noch außergewöhnlicher als das Trinken von Kuh-Urin ist dieser Brauch: Hier wird ein totes Kälbchen, das durch seine “Krokodil-Haut” als “magische Kuh” angesehen wird, mit Wasser übergossen. Dieses wird aufgefangen und soll getrunken gegen Rheuma und andere Leiden helfen. Na dann: Wohl bekomms!
Keine Angst, das sieht nur martialisch aus, denn die Skorpione zwischen den Akupunkturnadeln, die bei dieser Behandlung zum Einsatz kommen, sind bereits tot. Sie werden zusammen mit Ingwerscheiben auf das Gesicht gelegt, damit die Lähmung dort verschwindet.
Auch wenn es anders aussieht, der Therapiefokus liegt aber weiterhin auf dem Gesicht.
Beim sogenannten Fish-Spa, das es vor einigen Jahren auch nach Deutschland geschafft hat, sollen die hungrigen Tiere tote und geschädigte Hautzellen abknabbern und so die Durchblutung und die Hauterneuerung verbessern.
Die “Doktorfische” sollen auch bei Psoriasis, einer chronischen Hauterkrankung, helfen. Diese kann sich auch im Mund breit machen. Patienten, die ihren Schluckreflex lange genug unterdrücken können, profitieren davon in Zentralanatolien. Die Psoriasis-Kur in Kangal dauert 21 Tage und umfasst zwei Mal täglich vier Stunden im Fischbecken. Zum Glück ist das Wasser warm.
Was in Zentralanatolien verhindert wird, ist in Indien gewünscht. Dort gelten Fische, die lebend geschluckt werden, als Helfer gegen Asthma und andere Atemwegserkrankungen.
Da das Schlucken von zappelnden Fischen manchen Patienten schwerfällt, wird kurzerhand nachgeholfen, denn nur lebende Fische können helfen.
Sie werden nämlich von den Heilern präpariert und sollen die hausgemachte Medizin an den richtigen Ort im Körper bringen.
Mit der Gesunderhaltung der Atemwege beschäftigen sich auch Yogis. Sie reinigen mit speziellen Neti-Kännchen die Nasen. Als Nasenspülung ist diese Technik vor einigen Jahren auch in Europa angekommen und soll vor allem Pollen-Allergikern helfen.
Doch die Reinigungsmethode kann noch vervollkommnet werden. Mit Fäden, die man sich zuerst durch die Nase zieht, um sie durch den Mund wieder hervorzubringen, soll die Nase nicht nur gereinigt, sondern auch die Durchblutung im Rachenraum angeregt werden. Die Technik hat sich in Europa bisher nicht durchgesetzen können.
Ebenfalls im Gesicht erfolgt die Behandlung mit Bienen-Gift bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, wie bei diesem Jungen. Das Gift der Honigbienen, die für die Behandlung ihr Leben lassen, soll auch bei Epilepsie, Probleme mit den Ohren und der Wirbelsäule helfen, verspricht Ratib Samoor, Inhaber des Bienengift-Therapie-Zentrums in Gaza-Stadt.
Im Gesicht scheint es tatsächlich eine Menge Angriffs- beziehungsweise Therapiepunkte zu geben.
Hier gibt es die volle Packung: Ohrenkerzen und Walnussbrille werden bei dieser Behandlung für die Heilung der Gesichtslähmung eingesetzt.
Sowohl die Akupunktur (l.) kombiniert mit Heilkräutern als auch das Schröpfen (r.) sind uralte Heilmethoden, …
… die in Asien sogar am Straßenrand als Dienstleistung gekauft werden können.
Dabei ist es nicht so entscheidend, womit geschröpft wird, sondern wie viel Erfahrung der Schröpfende hat, damit die alternative Schmerztherapie richtig wirkt.
Von den partiellen Methoden nun zur Ganzkörperbehandlung.
Das Einreiben mit mineralreichen Schlämmen ist seit Jahrhunderten bekannt und wird weltweit praktiziert. Es soll gut für die Haut sein.
Das Eingraben des ganzen Körpers und ruhen im heilenden Schlamm vulkanischen Ursprungs kann die Schmerzen bei Arthritis und nach Verletzungen lindern sowie bei Erkrankungen des peripheren Nervensystems helfen.
Alle, die bisher keine alternative Therapie für das individuelle Leiden gefunden haben, sollten den Kopf nicht in den Sand stecken, …
… sondern eher den Körper.
Das Vergraben im Sand wird bei diesem Siebenjährigen bei einer Sonnenfinsternis angewendet. So sollen die Behinderungen des Jungen gelindert werden.
Das Eingraben bis zum Hals im heißen Sand in der Oase von Siwa soll gegen Rheuma, Gelenkschmerzen und Impotenz helfen. Doch bitte nicht nachmachen, denn aus dieser Therapie kommt keiner von alleine wieder heraus.
Hauptsache, es hilft!: Außergewöhnliche Heilmethoden
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